»Die Sturmschwester«

Band zwei führt die mysteriöse Familiengeschichte der sieben Schwestern weiter.

Jede der sieben Schwestern hat eine eigene Geschichte und eine ganz eigene Persönlichkeit. Die Sturmschwester Ally hat eine enge Verbindung mit dem Wasser. In ihr spiegelt sich die raue See wider. Aber nicht nur der Sturm auf der rauen See, auch ihr Charakter ist stürmisch…

»Die Sturmschwester« von Lucinda Riley ist der zweite Band der Familiensage und behandelt die Geschichte der zweitältesten Schwester, der Seglerin Ally. Sie verliert ihre große Liebe bei einem Segelunfall und stellt das Segeln, ihre Verbindung zur See, die sie mit ihrem verstorbenen Vater teilte, und ihr ganzes Leben in Frage.

Sie wagt ihrer Herkunft auf die Spur zu gehen und folgt den Hinweisen, die ihr Vater ihr hinterlassen hat. Allys Familiengeschichte führt sie nach Norwegen, wo sie neue Hoffnung schöpft, enge Verwandte kennenlernt und ihre Leidenschaft zur Musik wiederentdeckt.

Der erste Band entspricht genau dem, was man von der Autorin erwartet. Eine spannende, mysteriöse Familiengeschichte, die die Protagonistin in die Vergangenheit führt, ein Haus Exotik und ganz viele Emotionen. Mir hat »Die sieben Schwestern« so überzeugt, dass ich nicht wusste, ob der zweite Band mit der Geschichte der ältesten Schwester Maia, die ihre brasilianischen Wurzeln aufdeckt, mithalten kann.

Der Beginn des zweiten Bandes ist tieftraurig und eher schleppend. Auch die Spur in den Norden, die Ally bald verfolgt, reiz mich nicht so sehr, da diesem Land zunächst die brasilianische Exotik fehlt. Aber auch Norwegen hat viele faszinierende Facetten, die dem Leser sehr bildhaft übermittelt werden. Und auch Allys Reise in die Vergangenheit, die Suche nach ihrer Identität gewinnt mehr und mehr an Spannung und hat mich ab da an bis zu letzten Seite gefesselt.

Mir gefällt auch die Verbindung zu den anderen Schwestern, die durch die Geschichte hindurch gehalten wird. So kommen Star und CeCe auch zur Beerdigung von Allys Lebensgefährten. Und auch »Atlantis«, das heimatliche Anwesen der Schwestern bleibt ihnen allen ein Anker und Rückzugsort.