»Die sieben Schwestern«

Der Auftakt eines mehrbändigen Familiendramas mit vielen Emotionen und noch mehr Geheimnissen.

Der Roman »Die sieben Schwestern« von der irischen Schriftstellerin Lucinda Riley (Goldmann, 2015) handelt von einer besonderen Familiengeschichte. Einer Geschichte, über einen sehr reichen ledigen Mann, der sechs Mädchen aus verschiedenen Ländern adoptiert, um sie auf einem schlossähnlichen Anwesen in der Schweiz aufzuziehen. Dies klingt zunächst märchenhaft: ein Schloss, sechs kleine Prinzessinnen, die nach den Plejaden, einer Ansammlung von sieben Sternen, benannt wurden und ein Vater, der einem König ähnelt.

Aber dass das Leben kein Märchen ist, erfahren die sechs Schwestern mit dem Tod ihres Vaters. Die Schwestern, die mittlerweile auf der ganzen Welt verteilt leben, kehren anlässlich seines plötzlichen Todes auf das heimatliche Anwesen am Genfer See zurück und stellen fest, dass ihr Vater viele Geheimnisse hinterlassen hat. Am Anfang steht das große Geheimnis um die Herkunft aller Schwestern.

Der Roman erzählt in mehreren Bänden die Geschichte jeder einzelnen Schwester, die sich auf die Suche nach ihrer Identität machen, denn ihr Vater hat jeden von ihnen einen Hinweis über ihre Herkunft hinterlassen.

Der erste Band erzählt die Geschichte von Maia, der ältesten Schwester. Die reist nach Rio de Janeiro und stößt dort mit Hilfe des befreundeten Schriftstellers Floriano auf die längst vergangene, tragische Liebesgeschichte ihrer leiblichen Familie.

Ich liebe die Bücher von Lucinda Riley, da die Autorin nicht nur unglaublich interessante und facettenreiche Figuren erschaff, sondern den Leser auch auf eine spannende Reise in die Vergangenheit mitnimmt. Ihre Bücher umfassen alle eine Geschichte in der Gegenwart und gleichzeitig eine Geschichte aus der Vergangenheit, die mit der im hier und jetzt verknüpft ist. Zwei Geschichten in einem Roman, die immer beide unglaublich fesselnd geschrieben sind. Die Orte, an denen die Handlungen spielen sind immer außergewöhnlich und von einer gewissen Exotik geprägt.

Ich lese im Moment den zweiten Band der Reihe »Die Sturmschwester«, die die Geschichte von Ally, der zweitältesten Schwester erzählt, die genau wie ihr Vater das Segeln liebt. Aber ich muss gestehen, Maias Geschichte in Rio und die Geschichte ihrer Urgroßmutter, die sich auf einer Reise nach Paris in einen Bildhauer verliebt hat, obwohl in Rio ihr aristokratischer Verlobter wartete, hat mich mehr angesprochen, da ich mich auch mit der bodenständigen Maia von Anfang an am besten identifizieren konnte.

Aber ich freue mich auf den Fortgang der Geschichte, denn es sind noch lange nicht alle Geheimnisse der Familie aufgeklärt…