»Das Joshua-Profil«

Was macht Eurer Meinung nach einen guten Thriller aus?

Für mich gehören eine spannende Handlung, undurchschaubare Figuren, eine gewisse Ungewissheit, die den Leser bis zum Ende plagt und natürlich ein gewisser Thrill, der für die Gänsehautstimmung sorgt dazu.

Genau diese Eigenschaften erfüllen die Romane von Sebastian Fitzek. »Das Joshua-Profil« (Lübbe, 2015) ist dafür das beste Beispiel. Der Leser wird von Anfang an von der Handlung gefesselt.

Der Protagonist Max Rhode, ein eher erfolgloser Thriller-Autor, erwacht im Krankenhaus. Im zufolge wurde er auf der Flucht vor dem Jugendamt, das seine Pflegetochter an die leiblichen cracksüchtigen Eltern überweisen wollte, von der Polizei verfolgt. Es wurde aber aus keinem Unfallwagen geborgen, seine Tochter ist spurlos verschwunden und die Dame vom Jugendamt arbeitet dort nicht mehr. Was ist richtig, was ist falsch? Wer ist gut und wer ist böse? Auf der Suche nach seiner Tochter, die in tödlicher Gefahr schwebt, merkt Max schnell, dass er die Fäden nicht mehr in der Hand hält. Aber wer zieht dann die Fäden?

Die Idee, die sich hinter der Handlung versteckt ist sehr gut konstruiert und sowohl glaubwürdig als auch skurril und völlig krank. Mit der Organisation, die sich hinter dem Programm Joshua verbirgt, werden Themen rund um den Überwachungsstaat angesprochen. Spannende Thematik über den gläsernen Menschen und interessante anthropologische Ansätze.

Als kleinen Bonus gibt es den Roman »Die Blutschule«, den Max Rhode in dem Buch veröffentlicht hat, ebenfalls im Handel. Dieses Buch werde ich auch noch für Euch rezensieren.